WIR.HELFEN.GEORGIEN.

Rechenschaftsbericht April 2020 – März 2021
Das haben wir vor einem Jahr, als wir den ersten Spendenaufruf für unser Projekt mit der Armenküche in Georgien gestartet haben, selbst nicht geglaubt, dass wir das ein ganzes Jahr werden durchhalten müssen. Und vor allem, dass wir das ein ganzes Jahr durchhalten können. Nun ist es aber so gekommen und wir sagen zunächst einmal allen, die uns mit Ihrer Spende geholfen haben, herzlichen Dank. Dank im Namen der Menschen, die wir jetzt ein Jahr lang mit einem täglichen warmen Essen haben versorgen können. Und natürlich auch im Namen der Belegschaft unseres Restaurants, deren Arbeitsplätze trotz Pandemie-Lockdown haben gesichert werden können. Und damit auch ein Stück Grundeinkommen ihrer Familien, denen wir mit Hilfe der Spenden das sichere Abgleiten in die Armut haben ersparen können. Ohne die großzügige Hilfe von vielen Menschen in Deutschland, die sich mit Georgien und unseren Mitarbeiter*innen verbunden fühlen, wäre das unmöglich gewesen. Dazu gehören auch die Evangelische Kirchengemeinde in Eppelheim und ihr Kirchengemeinderat Martin Gramm, die die finanzielle Abwicklung verantwortet haben. Und natürlich unsere Partner in Georgien, von denen wir die Adressen besonders bedürftiger Menschen erhalten haben, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien und der Martin-Schule für Behinderte in Tbilissi. Hier die Zahlen für das vergangene Jahr im Überblick:

Eingegangene Spenden vom 24.3.2020 – 15.3.2021                           € 54.647,67
Überweisungen nach Georgien bis Anfang April 2021                      € 54.400,–
ausgegebene Essen April 2020 – März 2021                                          16.571 Portionen
Durchschnitt                                                                                                         46 Portionen/Tag
Ausgaben in GEL
(Wechselkurs schwankend von 3,20 – 4,10 GEL:€)
Essenseinkauf bei G+R Gastro                                                                      GEL 155.307,04
Liquiditätskredit an G+R Gastro im April 2020                                    GEL      5.000,–
(Laufzeit bis Ende 2021)
Kosten für zwei Fahrer incl. Benzin                                                           GEL   20.400,– (= GEL 1,23 pro Essen)
Verwaltungs-Mitarbeiterin                                                                           GEL      3.600,–
(= GEL 0,21 pro Essen)

Gesamtausgaben                                                                                                GEL 194.307,04
Restguthaben am 7.4.2021                                                                             GEL     8.280,–

Noch einmal: Das ist sicher eine beispiellose Leistung für die Stiftung eines privaten, mittelständischen Unternehmens, die ausschließlich von den Spenden aus dem Kunden- und Freundeskreis dieses Unternehmens lebt. Und – das ist uns auch wichtig, zu erwähnen – das ist ein überzeugender Vertrauensbeweis, den sich unsere georgische Belegschaft unter der Führung unserer Managerinnen Natia Kodiashvili und Salome Gugunishvili durch ihre Service-Leistung in Hotel und Restaurant in den letzten Jahren erworben hat. Das ist ein Team von 15 Personen, von denen einige seit jetzt mehr als 25 Jahren in unseren Firmen beschäftigt sind.

Wie geht es weiter?

Bis Ende April können wir mit den bereits zugesagten Spenden das Projekt weiter führen, was vor allem die rund 50 Familien, die wir jetzt seit einem Jahr versorgen, dringend erwarten. Danach, so war unsere Planung (und Hoffnung vor allem), könnte der Tourismus ab Mai wieder langsam anziehen und mit ihm natürlich auch die lokale Gastronomie, sodass wir das Projekt überwiegend aus Eigenmitteln und Spenden unserer Georgien-Gäste hätten weiter führen können, wenn auch in bescheidenerem Rahmen. Wir stehen zu unserer Zusage, pro gebuchtem Reisetag einen Betrag pro Person von € 2,50 auf das Konto der Stiftung zu überweisen. Außerdem hatten wir fest damit gerechnet, dass ab April auch die lokale Gastronomie wieder Fahrt aufnehmen würde. Es ist – wieder einmal – anders gekommen. Im Tourismus zeichnet sich jetzt bis Jahresmitte ein weiterer Stillstand ab, nicht viel besser sieht es in der lokalen Gastronomie aus, die nur schleppend in Gang kommt. Und wenn sich die Pandemie in Georgien wieder verschärft, drohen erneut Ausgangssperren und Geschäftsschließungen. Trotz alledem hoffen wir weiter und denken, dass wir jetzt auf alle Fälle die Monate Mai und Juni noch einmal überbrücken sollten, bevor wir weitere Entscheidungen treffen.

Deshalb haben wir uns jetzt noch einmal zu einem neuen Spendenaufruf durchgerungen, wobei wir von unserer Seite auch etwas dazu tun wollen. Für alle Spenden von mehr als € 100,–, die ab sofort bei uns eingehen, stiften wir von unserem ERKA-Weinversand je einen Gratis-Karton von sechs Flaschen Weißwein aus Georgien. Wir haben dafür etwa 80 Kartons a sechs Flaschen bereit gestellt.

Wenn Sie an dieser Aktion teilnehmen wollen, dann vermerken Sie bitte auf Ihrer Überweisung das Stichwort: Georgien-Hilfe 2021. Sie erhalten dann, so lange der Vorrat reicht, von uns per Postversand automatisch einen Karton georgischen Weißweins.

Mit dieser neuen Spendenaktion, so denken wir, können wir noch einmal Zeit gewinnen, um dann zu entscheiden, wie wir mit der Stiftung weiter verfahren. Wir wollen ja unser gemeinsames aktuelles Engagement in ein nachhaltiges Langzeitprojekt einer Kleingärtnerberatung samt Absatzgenossenschaft für Kleinbauern weiter entwickeln. Allein aus diesem Grunde, denken wir, lohnt es sich, jetzt noch einmal in unserem Freundeskreis in Deutschland und Georgien um Spenden zu werben. Und noch eine persönliche Bemerkung: Da ich mittlerweile meine erste Impfung erhalten habe und Anfang Juni wohl meine zweite bekommen kann, werde ich spätestens Mitte Juni wieder in Georgien vor Ort sein und dann von dort erneut berichten können. Und dann würde ich mich auch gerne um unsere langfristige Projektidee einer Kleingärtner-Beratung kümmern.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung für Georgien, ein Land, das gerade jetzt unsere Hilfe dringender benötigt denn je. Und Ihre Hilfe, das kann ich versprechen, kommt direkt bei den Menschen an, die sie brauchen.

Rainer Kaufmann
ERKA-Reisen GmbH/Bruchsal – G+R Gastro Ltd./Tbilissi
14. April 2021

Spenden-Konto Deutschland: Evangelische Kirchengemeinde Eppelheim
IBAN: DE17 6725 0020 0001 5113 51, BIC: SOLADES1HDB (Sparkasse Heidelberg),
Stichwort: Georgien-Hilfe 2021

Spenden-Konto Georgien: Empfänger: Vekhmarebit sakartvelos  (Hilfe für Georgien)
JSC TBC Bank, Tbilissi/Georgien, IBAN: GE75TB7454336180100004

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an
Rainer Kaufmann: info@georgian-aid.com
Martin Gramm: martin.gramm@gmx.de

Die regelmäßige Berichterstattung über das Projekt haben mittlerweile unsere georgischen Mitarbeiterinnen auf ihrer Facebook-Seite „Wir helfen Georgien“ übernommen.

https://www.facebook.com/wehelpgeorgia

Rechenschaftsbericht
April – Oktober 2020
von Rainer Kaufmann

Nach sieben Monaten unserer Aktion WIR.HELFEN.GEORGIEN. gebe ich jetzt erst einen detaillierten Rechenschaftsbericht ab, weil wir immer darauf gesetzt hatten, dass wir um diese Jahreszeit schon so etwas wie das erfolgreiche Ende unseres aktuellen Hilfsprojektes verkünden können. Nun ist es aber ganz anders gekommen. Statt einer schrittweisen Verbesserung der Situation hat die georgische Regierung am 26.11. einen nahezu völligen Stillstand des Wirtschaftslebens bis einschließlich 31. Januar 2021 verkündet. Restaurants dürfen nur noch außer Haus liefern ebenso nahezu der gesamte Handel. Der öffentliche Nah- und Fernverkehr ist fast komplett eingestellt, ab 21:00 Uhr gilt ein totales Ausgangsverbot. Für viele Menschen in Georgien bedeutet das den Verlust ihres Einkommens und damit auch eine weitere Verschärfung der ohnehin weit verbreiteten Armut.

Bevor ich zu Fakten und Zahlen komme, möchte ich mir vorab einige persönliche Bemerkungen erlauben. Das Jahr 2020 war für mich ein ganz besonderes Jahr in Georgien, denn zum Jahreswechsel 1989/90 kam ich das erste Mal in das Land, das seither zu meiner zweiten Heimat wurde und zum beruflichen und geschäftlichen Mittelpunkt auch meiner Familie, die viel in Georgien investierte. Es hätte ein tolles Jubiläumsjahr werden können, denn wir waren von April bis Ende September mit Reisegruppen nahezu vollständig ausgebucht. Es war auch die eine oder andere Veranstaltung angedacht, mit der wir – meine Frau, unsere Belegschaft und ich – diese 30 Jahre gemeinsam mit unseren Gästen und Freunden gebührend feiern wollten. Aus alledem wurde nichts, im Gegenteil, die Existenz unserer Unternehmen in Georgien stand urplötzlich auf dem Spiel. Im Frühjahr standen wir vor der Entscheidung, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die teilweise mehr als zwei Jahrzehnte für uns und mit uns gearbeitet haben, entlassen zu müssen und sie und ihre Familien damit der Armut in Georgien zu auszusetzen. Denn die Sozialsysteme sind kaum ausgeprägt und jedes noch so bescheidene Gehalt hilft dem jeweiligen Familienverbund, zu überleben. Dies umso mehr, als die Pandemie einen gesamtwirtschaftlichen Schaden verursacht hat, der vor allem die Mittel- und Unterschicht des Landes überaus hart trifft. Allein in unseren Unternehmen sind der Volkswirtschaft des Landes in diesem Jahr nahezu eine Million Lari an Umsatz entgangen.

„Not macht erfinderisch“ haben wir im Frühjahr geschrieben und einen Spendenaufruf für ein eigenes Sozialprojekt unseres Restaurants gewagt. Wir sind glücklich und wir sind vor allem dankbar, dass es uns durch die großzügige Unterstützung unserer Freunde und Stammgäste vor allem in Deutschland gelungen ist, fürs erste das größte Unheil vor allem für unsere Belegschaften abzuwenden. Denn:

In den Monaten April bis Oktober haben wir insgesamt knapp 35.000 Euro an unsere Stiftung nach Georgien überweisen können, eine wirklich stolze Summe.

Damit haben wir insgesamt 9.800 warme Tagesessen an Bedürftige ausgeliefert, das sind im Schnitt 46 am Tag. Die Adressen erhielten wir von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien und von der Behindertenschule St. Martin. Damit haben wir, das wollen wir natürlich nicht vergessen, in dieser Zeit in unseren Unternehmen mehr als 15 Arbeitsplätze sichern können. Vielleicht noch ein Aspekt, der mir wichtig ist: Die gesamte Summe ging ohne weitere Verwaltungskosten in Form von Gehältern und Wareneinsatz direkt in den Kreislauf der georgischen Volkswirtschaft.

Der Rest des Jahres ist mit einer weiteren Summe von 7.000 Euro, die in diesen Tagen überwiesen wurden, gesichert, viel mehr allerdings nicht. Nach den jüngsten Entwicklungen sowohl in Deutschland als auch in Georgien, das im Sommer erstaunlich gut durch die Pandemie gekommen war, können wir jetzt nur noch hoffen, dass es etwa ab Ostern 2021 wieder bergauf geht. Aber: Das sind noch einmal vier Monate der völligen Ungewissheit, wie und ob es überhaupt weiter geht.

Und damit wäre ich bei einer weiteren persönlichen Bemerkung. In diesen Tagen darf  – und vor allem kann ich auch bei bester Gesundheit – einen weiteren runden Geburtstag begehen, von feiern kann ja unter den derzeitigen Umständen kaum die Rede sein. Mein einziger Wunsch aus diesem Anlass ist es, mit einem erneuten Spendenaufruf für unsere Stiftung WIR.HELFEN.GEORGIEN. diese vier bis fünf Wintermonate mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für uns wirklich so etwas wie unsere Familie in Georgien sind, überbrücken zu können, bis uns dann hoffentlich die ersten positiven Folgen der jetzt gefundenen Impfstoffe aufatmen lassen. Bis dahin wollen wir auf keinen Fall aufgeben, brauchen dazu aber noch einmal Eure und Ihre Mithilfe.

Wenn meine Frau und ich unserer georgischen Belegschaft zu Weihnachten diese frohe Botschaft übermitteln dürften, das wir den ganzen Winter weiter machen können, würde das in einigen Familien Georgiens und natürlich auch bei rund 50 bedürftigen Menschen mehr als nur etwas Glanz in den ansonsten eher trostlosen, weil nahezu hoffnungslosen Alltag bringen. Und – diese emotionale Bemerkung sei mir auch gestattet – es würde uns helfen, unser jetzt 30-jähriges Engagement im Tourismus des Landes nicht abrupt beenden zu müssen, sondern fortsetzen zu können mit dem einzigen Ziel, es in wenigen Jahren unseren jungen und engagierten Managerinnen Natia und Salome als deren Lebensaufgabe und -chance übertragen zu können. Dann erst hätten sich die letzten 30 Jahre unseres Engagements in Georgien wirklich gelohnt.

Ihre Spenden – auch monatlich – können Sie auf das Konto der Evangelischen Kirchengemeinde Eppelheim überweisen, die dankenswerterweise die Verwaltung der Spenden übernommen hat. Von da erhalten Sie auch eine entsprechende Spendenbescheinigung. Bitte gegen Sie auf dem Überweisungsbeleg Ihre vollständige Postadresse an.

Noch ein Nachtrag: Wir haben in der Zwischenzeit in Deutschland einen Verein unter dem Namen dieser Aktion gegründet. Sobald wir vom Finanzamt die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erhalten haben, werden wir diesen Verein und seine Ziele vorstellen. Es geht uns dabei nicht nur um die Überbrückung der aktuellen Notlage. Wir wollen auf alle Fälle auch nach der Pandemie mit einem nachhaltigen Sozialprojekt einiges auf die Wege bringen, um mit unseren Ideen unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ vor allem Familien, die am Rande der Armut leben müssen, zu unterstützen. Und davon gibt es in Georgien ganz unabhängig von den Folgen der Pandemie ohnehin viel zu viele.

Vielen Dank auch im Namen meiner Frau und vor allem im Namen derer, denen diese Hilfe in den nächsten, harten Winterwochen ganz direkt zugute kommt

Rainer Kaufmann
26. November 2020

Spenden-Konto Deutschland
Evangelische Kirchengemeinde Eppelheim
IBAN: DE17 6725 0020 0001 5113 51, BIC: SOLADES1HDB (Sparkasse Heidelberg),
Stichwort: Hilfe für Georgien.

Spenden-Konto Georgien
Empfänger: Vekhmarebit sakartvelos  (Hilfe für Georgien)
JSC TBC Bank, Tbilissi/Georgien, IBAN: GE75TB7454336180100004

info@georgian-aid.com

Die regelmäßige Berichterstattung über das Projekt, die bislang über unsere Webseite veröffentlicht wurde, haben ab November unsere georgischen Mitarbeiterinnen auf ihrer Facebook-Seite „Wir helfen Georgien“ übernommen.

Not macht erfinderisch

Spendenaufruf vom Frühjahr 2020

mit dieser Erkenntnis hat alles angefangen. Und mit einer nahezu hoffnungslosen Situation für die Belegschaft von Rainers European Restaurant in Tbilissi samt Hotel Kartli. Durch die Corona-Krise und die damit verbundene Schließung von Hotel und Restaurant drohte knapp zwei Dutzend Menschen, die teilweise seit zehn oder gar 20 Jahren hier Arbeit und Brot fanden, die Entlassung. Und was das in Georgien bedeutet, muss wohl kaum erklärt werden, Arbeitslosigkeit ist meist gleichbedeutend mit dem Absturz in die Armut. Denn Georgien kennt kaum ein System sozialer Absicherung. Wem die Familie dann nicht helfen kann, dem droht der Hunger.

Auf der anderen Seite gibt es viele bedürftige Menschen, teilweise in bitterer Armut lebend, die jetzt nicht einmal mehr zu den täglichen Suppenküchen gefahren werden können. Oder behinderte Kinder und Jugendliche, viele von ihnen aus ärmlichen Verhältnissen kommend, deren Spezial-Schule jetzt erst einmal schließen musste. Auch sie bekommen jetzt keine tägliche Mahlzeit mehr.

Was lag also näher, als beide Probleme zu einer gemeinsamen Lösung zu führen? Und dies mit einer eigentlich recht einfachen Idee: Die Belegschaft von Rainers European Restaurant garantiert während der Corona-Krise jeweils  die tägliche Lieferung eines warmen Essens an Bedürftige und Arme. Wir haben eigens hierfür eine gemeinnützige Stiftung gegründet:

Wir.
Helfen.
Georgien.

Die Adressen der Bedürftigen stellen uns zwei Partner-Organisationen zusammen:

  • die Evangelisch-Lutherische Kirche in Georgien (ELKG)
  • die Heil-Pädagogische Michaelschule in Tbilissi und deren deutsche Partner-Organisation, der Solinger „Verein zur Förderung der Behindertenhilfe in Georgien“

In Deutschland hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Eppelheim dankenswerterweise bereit erklärt, die Spenden einzusammeln und nach Georgien zu überweisen. Damit können wir allen Spendern auch eine Spendenquittung ausstellen. Die Evangelische Kirchengemeinde Eppelheim unterstützt seit einigen Jahren die ELKG in ihrer Sozialarbeit und hat bereits mehrere Gemeinde-Reisen nach Georgien organisiert. Verantwortlich für diese deutsch-georgische Kooperation ist Kirchengemeinderat Martin Gramm, der auch im Gemeinderat der Stadt Eppelheim sitzt.

Die Stiftung wird derzeit von den beiden georgischen Managerinnen unserer Firmengruppe, Natia Kodiashvili und Salome Gugunishvili, geführt, und zwar treuhänderisch. Sobald es wieder möglich ist, nach Georgien zu reisen, werden wir die Stiftung auch mit deutschen Mitgliedern besetzen, mit Martin Gramm und Rainer Kaufmann.

Für die Finanzierung konnten wir in relativ kurzer Zeit eine beachtliche Zahl von Freunden Georgiens vor allem in Deutschland finden, die bereit sind, für drei Monate jeweils die Patenschaft für ein tägliches Mittagessen zu übernehmen. Die Kosten für ein Essen inklusive Auslieferung pro Tag: € 2,50. Das sind – je nach Wechselkurs, der derzeit recht labil ist – rund acht Lari. Pro Monat sind das € 75,–.

Zusammen mit drei Großspenden, die wir zusätzlich erhielten, können wir jetzt ab April täglich zwischen 50 und 60 Essen zubereiten und ausliefern. Sollten sich weitere Sponsoren anschließen, können wir diese Zahl jederzeit erhöhen. Bedürftige gibt es genug.

Auf dieser Webseite finden Sie alle wichtigen Informationen zu unserem aktuellen Projekt, mit dem wir versuchen, denen, die es am nötigsten haben in diesen Tagen, wenigstens ein klein wenig zu helfen. Wir haben in den ersten Tagen im April schon überwältigende Beweise der Dankbarkeit erhalten, die wir hiermit gerne an unsere Sponsoren weitergeben.

Zurück zum Ausgangspunkt, dem Erhalt der Arbeitsplätze in unserem Restaurant. Wir können unseren Unterstützern jetzt schon versichern, dass auch unsere Belegschaft nicht vergessen wird, wem sie die Sicherung ihrer Arbeitsplätze verdankt.

Wir werden deshalb diese Stiftung auch nach Beendigung der Corona-Restriktionen weiter führen und arbeiten jetzt schon an entsprechenden langfristigen Konzeptionen. So werden wir spätestens ab dem Jahr 2021 für jeden über uns gebuchten Touristentag in Georgien den Betrag von € 2,50 an die Stiftung überweisen, also den Gegenwert für ein Tagesessen.

Wir freuen uns, dass wir jetzt, da die Existenz unserer Betriebe in Georgien mehr als nur gefährdet war, auf diesem Wege weiter arbeiten und uns mit unserer Belegschaft auf die Zeit vorbereiten können, wenn sich Tourismus, Hotellerie und Gastronomie wieder normal entwickeln werden. Damit wir auch dann wieder für unsere vielen Gäste und Freunde aus Deutschland und vielen Ländern der Welt da sind.

Nebenbei: In diesem Jahr ist es genau 30 Jahre her, dass wir zum ersten Mal Georgien besucht haben. Seither ist uns das Land mehr als nur ans Herz gewachsen. Und seither haben wir in dieses Land und seine Menschen, die mit uns arbeiten, einiges an Geld und noch viel mehr an Zeit und Engagement investiert. Dass dies jetzt nicht jäh abgebrochen werden muss, dafür bedanken wir uns persönlich bei allen, die es ermöglicht haben, dass unsere Stiftung jetzt so schnell mit ihrer Arbeit beginnen konnte.

Gabi Kaufmann       Rainer Kaufmann

ERKA-Reisen GmbH       Hotel Kartli      Rainers European Restaurant